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Brief
Tonlos und stumm entnahm er den Brief des geflügelten Tieres an sich, wie lange hatte er jetzt schon darauf gewartet und wie lange zählte er nun schon die Tage.
~Seit Tagen weiß ich nicht ob ich Ihn jemals wiedersehe Vielleicht lässt man Ihn ja niemals mehr zu mir~
Langsam strich sein Blick über die Landschaft die sich ihm durch das leicht geöffnete Fenster bot. Wie lange hatte er gebangt? Wie lange saß er stumm in seinem bett und wünschte sich den Seelentausch.
~Seit Tagen sehn ich mich nur nach seiner Nähe Oh ich werde sterben ohne Ihn~
Oh schon lange hatte er aufgegeben zu glauben alles würde sein gutes finden.
~Wär Er doch nur noch einmal hier~
Mit zitternder hand strich er über den Briefumschlag. Er war feucht und kalt woraus er schloss das der Weg bis zu ihm ein Langer zu seien schien. Er sah zu dem wunderschönen Geschöpf das ihm diesen Brief brachte. Sachte strich er über die zarten weißen Federn der Eule.
Warum konnte er ihn nicht lesen? Warum nagte die Angst wie ein hungriges Nagetier an seinem Herzen?
~Oh diesen Brief darf ich nicht lesen Denn oh mit diesem Brief nimmt Er Abschied von mir~
Seine Gedanken schweiften ab, flogen weit hinaus in sein Gewissen. Flogen durch Erinnerungen, streiften schöne Gedanken, umzingelt von Grausamen. Sein Gesicht verzog sich zu einer eiskalten Miene, etwas das man nicht oft an ihm sah. Erst seit jenem tag an dem man ihn ihm vornahm lernte er mit diesen Zügen umzugehen.
~Unsere Liebe darf nicht überleben Und mit dem Öffnen dieses Briefs sterben wir~
Wiederwillig musste er an jenen tag denken an dem er fort ging. Schmerzvoll drückte er seine Augen zu. Wollte vergessen, vergessen was geschehen war, vergessen wie sehr er ihn doch liebte.
~Warum sind wir nicht längst geflohen? Und warum hab ich es nicht kommen sehn? Oh jetzt ist mein Glück wohl für immer verloren Wären wir nur fort ohne uns einmal umzudrehen~
Wie besessen haute er auf alles ein. Sein Körper war lang nicht mehr der seine. Seine Augen zeigten puren Hass, Hass auf die Menschen die ihnen das antaten, Hass auf ihn, Hass auf sich selbst.
Der Brief blieb ungeöffnet, die Zeilen ungelesen und doch verstanden, die Hoffnung längst verschollen, der Glaube grausam ermordet.
Stille. Alles um ihn rum ist zerstört. Nichts steht mehr dort wo es sein sollte. Nur der Brief, dieser liegt noch immer dort.
~"Ich weiß nicht, was ich sagen soll Bin vor Not ganz stumm Das, was wir befürchtet haben Ist geschehen und wirft mich um Vater ist ganz unbeirrbar Droht mir alles an Womit man mir Angst einjagen und mich lähmen kann Weiß nicht wie es weitergeht Kenne keinen Weg heraus Ich bete nur die schwere Prüfung Löscht mich nicht vollkommen aus "~
Sein Blick war starr auf den Briefumschlag gerichtet, er wusste, ohne diesen Brief würde er noch immer hoffen, würde beten und glauben, doch jetzt wusste er es ist vorbei. Mit leisen Schritten ging er aus dem Haus, lief so weit wie ihn seine Beine tragen konnten. Heftig wehte der eisige Nordwind gegen sein Gesicht, wie Nadeln brannte er sich schmerzhaft in seine haut, färbte sie rot, so rot wie seine haare die von seinem geliebten so sehr geliebt wurden.
~Doch ohne Seine Liebe kann ich nicht leben~
Er schloss die Augen, das letzte mal erstrahlte dieses helle blau in der hellen Morgensonne, jetzt jedoch würde es das letzte mal leuchten. Wie mechanisch zog er einen dürren Stab aus seiner Hosentasche, ein Zauberstab, lange hatte er geübt ohne zu wissen das dieser Zauber für ihn bestimmt war.
~Und ohne Seine Nähe kann ich nicht mehr, nicht mehr~
Vor drei Tagen las ich es in der Zeitung, ohne zu wissen wer dieser junge Mann war der sich zu später stund' das Leben durch des Teufels Gift nahm ,wusste ich es konnte nur er sein, er der ihn in den Tot brachte, er der ihn so sehr liebte das sie sich umbrachten, er der so viel leiden musste, er, der Sohn des Vaters der seinen tötete.
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